Artikel unter #design

teuer

Jetzt, nach vielen Jahren der Zusammenarbeit, weiß ich, dass er großen Respekt vor der Sache hat – vor dem Design und den Designern. Vielmehr glaube ich sogar, dass er uns Designer insgeheim bewundert. Seine anfänglich abweisende Haltung gegenüber Vertretern unserer Gattung resultierte, glaube ich, aus der Gewissheit, dass er nie das machen kann, was Designer tun, aber die Designer vielleicht doch dasjenige, was er tut – wenn sie nur wollten… Aber zum Glück wollen die ja gar nicht!

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herzblut

Kürzlich lief ich über einen Jahrmarkt und entdeckte einen Stand, an dem ein Handwerker Körbe flocht. Andächtig blieb ich stehen und beobachtete den Korbflechter bei seiner Arbeit. Die Handgriffe saßen und er war sogar in der Lage, sich während des Flechtens mit den interessierten Passenten zu unterhalten. Auf einmal hielt er inne – er war gerade halbwegs fertig mit einem Korb –, als ob er fühlte, dass etwas nicht in Ordnung war: Tatsächlich hatte das Geflecht auf der Unterseite eine andere Farbe und war dünner als oben, also zupfte er alles wieder auseinander und fing von Neuem an.

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flach

Es war wieder so weit: Der Besuch einer großen Fachmesse für Konsumentenelektronik.
Viele Jahre schon pilgere ich – und mit mir viele Kollegen und Ex-Kollegen – zu diesem Tempel der Elektronikbranche. Und wie jedes Jahr treffen sich die Branchengrößen und jene, die es gerne werden wollen, um der Welt zu zeigen, was sie imstande sind zu tun und inwiefern sie dabei besser sind als ihre Konkurrenz.

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besser

Wo findet man heute noch einen Warenkatalog? Diese inzwischen fast ausgestorbene Gattung liegt sie auf dem Küchentisch, im Zeitschriftenkorb oder vielleicht auf dem stillen Örtchen?

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fließband

Das Projektteam tagte und die Vertreter der verschiedenen Abteilungen trafen sich im ‚War Room‘. Dort wurde an den Wänden der aktuelle Status präsentiert. Meine Entwürfe waren wohl vom Projektleiter mit leuchtenden Post-it-Stickern samt Ausrufezeichen gekennzeichnet worden, und ich fragte mich, ob das etwas Gutes bedeutete…

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rettet design die welt?

Risikovermeidung ist in aller Munde, nicht nur, seit wir alle befürchten, dass uns nun dasselbe Schicksal treffen könne wie den Menschen in Japan.
Die kollektive Angst, die gerade in Deutschland auf fruchtbarem Boden gedeiht, hat eines unserer Grundbedürfnisse nur noch weiter gestärkt: Wir wollen unbedingt, dass unser Leben so weitergeht, wie wir es gerade erleben oder uns vorstellen – geregelt, sicher, glücklich und gerecht.

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gute gestaltung

Gute Gestaltung ist wie gute Medizin: Sie hat einen holistischen Ansatz, betrachtet das Unternehmen immer als Ganzes und setzt bei der Persönlichkeit an, um die Gesundung voranzubringen. Nicht die Auswirkung wird hinterfragt, sondern die Ursache.

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design und ausbildung

Man darf nicht nachlassen, Design als seriöse, fundierte Berufsgattung und als marktwirtschaftlich notwendige Expertise zu bewerben und sein Image als exotisches, künstlerisches Schmuckwerk zu ersetzen.
Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Die Ausbildung zum Designer hat sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts einem steten Wandel unterzogen, in gleichem Maße wie sich Wirtschaft und Gesellschaft wandelten.
Zunächst auf die Ästhetik handwerklich erzeugter Artefakte beschränkt, verlagerte sich das Design zusehends auf die Gebrauchsaspekte der zunehmend industriell gefertigten Produkte. Allerdings haben vielfältige philosophische, politische und ideologische Auseinandersetzungen mit der Ästhetik zu unterschiedlichen Ansätzen im Design geführt.

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