Artikel unter #design management

verschlossen

Ratlos stand er vor der Tür, wo er energisch versuchte mit seinem Personalausweis (alle anderen Mitarbeiter hatten so eine typische weisse Plastikkarte, samt ‚Clip‘) sich Zugang zu verschaffen. En-passant befreite ich ihn im Vorbeigehen aus seiner Lage, indem ich mit meinem Ausweis die Türverriegelung öffnete und ihn herein bat. Es stellte sich rasch heraus, dass er eh zu mir wollte.

„Wieso ist in eurem Bereich die Tür für Mitarbeiter verschlossen, wollte er gleich ‚drauf wissen, es gibt doch eine Eingangskontrolle beim Haupteingang?“

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teuer

Jetzt, nach vielen Jahren der Zusammenarbeit, weiss ich, dass er großen Respekt vor der Sache hat – vor Design und den Designern. Vielmehr glaube ich sogar, dass er uns Designer insgeheim bewundert. Seine anfänglich abweisende Haltung gegenüber Vertretern unserer Gattung, resultierte, glaube ich, aus der Gewissheit, dass er nie das machen kann, was Designer tun, aber die Designer vielleicht doch dasjenige, was er tut – wenn sie nur wollten… aber zum Glück wollen die ja gar nicht! mehr…

herzblut

Kürzlich lief ich über einen Jahrmarkt und entdeckte einen Stand, indem ein Handwerker Körbe flocht. Andächtig blieb ich stehen und beobachtet den Korbflechter bei seiner Arbeit. Die Handgriffe saßen und er war sogar in der Lage, sich während des Flechtens, mit den interessierten Passenten zu unterhalten. Auf einmal hielt er inne – er war gerade halbwegs fertig mit einem Korb – als ob er fühlte, dass etwas nicht in Ordnung war: Tatsächlich hatte das Geflecht auf der Unterseite eine andere Farbe und war dünner als Oben, also zupfte er alles wieder auseinander und fing von Neuem an.

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oxymoron

Ich kann mich immer schlechter damit anfreunden – mit dem Titel Design-Manager.
Je länger ich darüber sinniere, desto mehr wird er zum Oxymoron. Und dabei ist mir auch noch nicht klar, welches Teil im Titel nun das Unsinnige und welches das Scharfsinnige ist!

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superdirigent

Bei manchen Unternehmen wirkt alles, was entwickelt, gestaltet und kommuniziert wird, wie aus einem Guss, ganz als ob ein einziger Designer die Gestaltungshoheit inne hat. Die Marken dieser ‚Champions League‘ dienen all jenen Unternehmen als Vorbild, die erkannt haben, dass man mit einem orchestrierten Auftreten an allen Kontaktpunkten seine Identität glaubhaft macht und damit eine wichtige Grundlage für nachhaltige Kundenbindung schafft. Denn genau wie einem falsch spielenden Orchester, laufen auch einem Unternehmen die Kunden davon, wenn es nicht in der Lage ist, das ‚Zusammenspiel‘ seiner Aktivitäten zu verschmelzen und einheitlich Auftreten zu lassen.

Ich berichtete ja schon über die Kochprofis… mehr…

design am fließband

Das Projektteam tagte und die Vertreter der verschiedenen Abteilungen trafen sich im ‚war-room‘. Dort wurde an den Wänden der aktuelle Status präsentiert. Meine Entwürfe waren, wohl vom Projektleiter, mit leuchtenden Post-it Stickern samt Ausrufezeichen gekennzeichnet worden und ich fragte mich, ob das etwas Gutes bedeutete … mehr…

rendite

Es waren harte Zeiten für mich als Designer: die Arbeit in einem Großunternehmen, das sich seit einiger Zeit vor allem über finanzielle Kennzahlen darstellt, wie Umsatz, Margen, Rendite und so weiter, dreht sich irgendwann, auch für einen Designer, nur um dieses Thema. Unausweichlich kommt dann die Frage nach der Rendite aus dem Aufwand: „Was bekomme ich für jeden Euro, den ich an Design ausgebe, wieder zurück? Was ist der ROI (Return on Investment = Kapitalrendite) von Design?“ mehr…

marke ist marke!

Es war ein klassischer Designjob: die vorgegebene technische Platform war als solches nicht wirklich herausragend (vielleicht bis auf die neue ultra-schnelle Laserabtastung), auch die Funktionalität war nicht wirklich differenzierend gegenüber der der Konkurrenz (wieso auch, es handelte sich schließlich um eine Computermaus…), also musste das Design den Unterschied machen. mehr…

das designorchester

Musik ist etwas Faszinierendes, vor allem dann, wenn sie symphonisch aufgeführt wird: Das Zusammenspiel von verschiedenen Instrumenten ergibt eine Klangwolke ganz besonderer Art und kann den Zuhörer zu Tränen rühren.

Das Erlebnis Musik ist so ergreifend wie kaum ein anderes, von Menschen erzeugtes, Produkt.

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die designprofis kommen!

Wie es ist maroden Etablissements wieder auf die Sprünge zu helfen, kennen wir ja jetzt von den Kochprofis: mit Expertenrat und einigen gut platzierten Handgriffen gilt es alle Nasen in eine Richtung zu drehen, damit das neu ‚gerichtete‘ Restaurant wieder beim Kunden ankommt. Gelingt dies nach Plan und sind die Kunden begeistert, kommen sie wieder und viel besser noch, sie empfehlen weiter, statt anderen davon abzuraten!

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